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04.12.2014

Neue Konkurrenz für FIFA Chef Blatter

Presseberichten zufolge erhält FIFA Chef Sepp Blatter (78) neue Konkurrenz aus dem Orient.

So vermeldeten englische Zeitungen, dass der jordanische Prinz Ali bin al-Hussein (38) bei der Wahl zum FIFA Präsidenten gegen den Schweizer antreten möchte. Der Halbbruder des Prinzen zeigte sich bezüglich der Meldungen jedoch überrascht. Dennoch haben einige deutsche Sportwetten Anbieter die Nachricht zum Anlass genommen, entsprechende Wetten in ihr Portfolio aufzunehmen.

Platini spricht sich für Kandidaten aus Asien aus

Der amtierende FIFA Präsident sieht sich bereits Längerem scharfer Kritik ausgesetzt. Diese nahm nach dem jüngst vorgelegten Korruptionsbericht der FIFA Ethikkommission nochmals deutlich zu. Ligapräsident Reinhard Rauball hatte vor kurzem sogar den sofortigen Rücktritt Blatters gefordert. Dazu wird es vermutlich nicht kommen, jedoch scheint es zumindest bei einer Neuwahl weitere Konkurrenz für den FIFA Chef zu geben. Die größte englische Boulevardzeitung Sun hatte vor kurzem gemeldet, dass der jordanische Prinz Ali bin al-Hussein seine Kandidatur für die am 29. Mai 2015 stattfindende Wahl in wenigen Tagen offiziell bei der FIFA beantragen werde.

Al-Hussein ist Präsident des jordanischen Fußballverbands und gleichzeitig Vizepräsident sowie Mitglied im FIFA-Exekutivkomitee. Bei der Wahl zum neuen FIFA Präsidenten würde er neben Sepp Blatter auch gegen den Franzosen Jerome Champagne (56) antreten.

Wie mehrere Zeitungen berichteten würde der französische UEFA-Präsident Michel Platini (59) die Kandidatur eines asiatischen Bewerbers unterstützen. Der Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA) selbst möchte nicht gegen Blatter in den Wahlkampf ziehen. Der Vorteil eines Kandidaten aus Asien liegt in erster Linie darin, dass dieser neben europäischen Stimmen auch solche aus der Asiatischen Fußball-Konföderation AFC erhalten würde. Damit steigen die Chancen, eine fünfte Amtszeit von Sepp Blatter zu verhindern erheblich. Allerdings hatte Platini vor seinem Verzicht bereits deutlich gemacht, dass er als einziger in der Lage wäre gegen Blatter zu gewinnen.

Halbbruder weiss von nichts

Der Halbbruder des Prinzen Faisal bin al-Hussein hat nach eigenen Angaben keine Kenntnis über eine bevorstehende Kandidatur und zeigte sich von den Meldungen sehr überrascht. Selbst Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) erklärte bei einem Gespräch mit Journalisten in Lausanne, dass sein Halbruder ihm gegenüber diesbezüglich nichts erwähnt habe.

Rauball fordert Blatter persönlich zum Rücktritt auf

Der Widerstand gegen den Präsidenten des heftig in der Kritik stehenden Fußball-Weltverbands wächst täglich. In einem persönlichen Gespräch forderte nun auch Ligapräsident Reinhard Rauball den Schweizer zum sofortigen Rücktritt an. Zu den Gründen gehört unter anderem die Skandal-Untersuchung der doppelten WM-Vergabe an Russland 2018 und Katar 2022. Wie zu erwarten kam der Schweizer dieser Aufforderung nicht nach. Er strebt nach wie vor eine erneute Wahl in seine dann fünfte Amtszeit an.

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