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13.09.2018

Auswärts in der 2. Liga – Diese Standorte bieten mehr als nur Fußball

Die Fans des 1. FC Köln haben es in der letzten Saison erfahren müssen. Nach der 2:3 Niederlage gegen Freiburg konnte der Abstieg der Geissböcke nicht mehr aufgehalten werden und nun spielt der FC nach drei Bundesliga-Saisons wieder unter zweitklassigen Vereinen. Gleiches gilt auch für die Fans vom HSV, die nun als letztes Bundesliga-Gründungsmitglied überhaupt, den Abstieg in die 2. Liga hinnehmen mussten.

Dies bedeutet für die Fans nicht nur, dass sich ihr Lieblingsverein momentan in einer schwierigen Situation befindet, sondern auch, dass es vorerst vorbei ist, mit dem Mitfiebern in den spektakulärsten Fankurven Deutschlands. Die Standorte der zweiten Bundesliga bieten erfahrungsgemäß deutlich weniger Fußballfaszination…oder?

In diesem Artikel wollen wir ein paar dieser Stadien vorstellen und zeigen, dass diese nicht nur tollen Zweitligafußball, sondern darüber hinaus ihre Standorte auch anderes bieten, in dessen Genuss man auf der typischen Erstligistenrunde durch Deutschland nicht kommt.

Keine Ausnahmeregelung

In Kiel bekäme man vor spätestens 2020 oberhalb der 2. Bundesliga überhaupt nicht die Möglichkeit, die Kieler Störche in ihrem angestammten Holstein Stadion zu sehen. Erst im Sommer hatte die DFL einen Antrag zu einer Ausnahmeregelung zur Zulassung als Spielstätte für die erste Bundesliga abgelehnt, da das Stadion mit 12.000 Plätzen zu klein sei. Aber nicht nur das Stadion ist in Kiel einen Besuch wert, sondern auch der über die Landesgrenzen bekannte Botanische Garten der Universität, mit seiner umfangreichen Heilkräutersammlung. Die heilende Wirkung des Relegationsplatzes hatte Kiel im Sommer keinen erhofften Aufstieg beschert, vielleicht findet sich im Botanischen Garten ja ein anderes entsprechend wirkungsvolleres Heilkräutermittel. Ansonsten bietet Kiel vor allem in den Sommermonaten tolle Alternativen zum üblichen Kneipenbesuch nach einer Partie.

Das Geld und der Fußball

Beim MSV Duisburg sind es vor allem die Finanzen, die dem Verein in den letzten Jahren sehr zugesetzt haben. Das Event-Zentrum des MSV ist die Schauinsland Reisen-Arena. Sie gehört, ganz in Zebra-Weiß-Blau getaucht, zu den schönsten Arenen der 2. Liga. Doch auch sonst bietet die Ruhrmetropole einiges.

Nahe dem Hauptbahnhof bündeln sich die Möglichkeiten. Ein kleines Einkaufszentrum, geräumige Cafés und gemütliche Kneipen säumen die Innenstadt – perfekt für einen kurzen Zwischenstopp. Dazu bietet Duisburg eines der besten deutschen Casinos. Egal ob für ein kurzes Spiel oder für umfangreiche Abendunterhaltung, hier finden Fans Automatenrummel und große Klassiker unter einem Dach. Treue MSV-Fans sind z.B. bei Blackjack oder am Roulettetisch anzutreffen. Auch wenn man leider hier nicht alles auf Weiß-Blau setzen kann und sich der Spieler zwischen Rot, Schwarz und Grün entscheiden muss, so ist Spannung garantiert. Insbesondere nach einem typischen 2-Liga-Kick sicher ein nicht zu verachtender Faktor. Je nach Tag bietet die Spielbank zudem wechselnde Partythemen und Aktionen, sodass das Casino auch schnell zur perfekten Partylocation werden kann.

Keine Erstligisten von der Elbe

Durch den lang vorbereiteten, aber immer wieder verschobenen Abstieg des Hamburger SV macht die 1. Bundesliga nun in der Elbmetropole keinen Halt mehr. Das freut natürlich die Fans aller Zweitligistenvereine, die nun ihre Lieblingsmannschaft auch mal im traditionsreichen Volksparkstadion auflaufen sehen können. Der HSV ist tatsächlich die letzte Mannschaft aus der Reihe der Gründungsmitglieder der Bundesliga, die den Abstieg aus der 1. Liga hinnehmen musste.

Seit der Vereinsgründung im Jahr 1919 waren die Hanseaten immer in der höchsten Spielklasse vertreten. Hamburg bietet erfahrungsgemäß eine Vielzahl toller Unternehmungsmöglichkeiten. Die erst kürzlich fertiggestellte Elbphilharmonie und der gesamte Bereich um die Binnen- und Außenalster laden zu edlen Klängen sowie tollen Open-Air Veranstaltungen ein. Und in St. Pauli ist bekanntlich immer etwas los.

Überraschungs-Aufsteiger aus Bayern

Spätestens seit der Saison 16/17 sorgen die Fußball-Herren des SSV Jahn Regensburg für ordentlich Jubel unter ihren Fans und Anerkennung im gesamten Fußballdeutschland. Die Regensburger haben es geschafft, sich in den letzten Jahren bis in die 2. Liga hinaufzukämpfen und erreichten in der vergangenen Saison den fünften Platz in der Tabelle. Seit 2015 verfügt der Verein zudem über ein neues Stadion, die Continental Arena, mit knapp über 15.000 Plätzen. Abgesehen vom neuen Spielstandort ist Regensburg natürlich auch ein wunderschönes Städchen in Ostbayern.


Die malerische Altstadt, das alte Rathaus, die Schnupftabakfabrik sowie die bekannte Steinerne Brücke sind nur ein paar der Sehenswürdigkeiten. Fußballfans, die jenseits des eigenen Sports mal über den Tellerrand schauen möchten, können zudem das sehenswerte Golfmuseum besuchen. Die Bälle sind hier zwar kleiner und das Spielprinzip ist ein völlig anderes, trotzdem ist es durchaus einen Blick wert, wenn man zum Spiel sowieso schon in der Stadt ist.

Beim Abstieg in die zweite Liga ziehen die Fans verständlicherweise lange Gesichter. Vorbei ist die Aufmerksamkeit des Erstligafußballs und man glaubt, ein Besuch der Spiele lohne sich überhaupt nicht mehr. Dieser Artikel sollte ein wenig das Gegenteil beweisen. Auch die Zweitligisten-Spielorte versprechen Fußballspannung und neben ein paar Erstliga-Bekannten gibt es auch viele ewige Zweite, die durchaus das Potenzial für eine tolle Fußball-Tour bieten.

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